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Radness Methods review from Bad Alchemy

Radness Methods von KOTRA ist der noch aus der Vorkriegszeit stammen­de Vorschlag von Dmytro Fedorenko, mit rhythmischem Brainstorming Erstarrtes zu erschüttern (‘Assemblage Tremor’) und eine Rite de passage zu Altered States zu bahnen (‘Phase Transitions’). Um dem Bewusstsein über sich hinaus zu helfen, um es zwischen Amboss und Schmiedehammer zu läutern, zu stählen, zu schärfen (‘To the Metal’). Mit turnschuhschamanischem Zauber, dem Kampfgeist eines Philosophen. Als blazing anthem of excellence, um die Grenzen von radness zu erweitern, wobei ‘rad’ für exzellent und toll steht. Gerichtet ist das an keinen und an alle, als unter Utopian wan­derers geteilter Appell an Beharrlichkeit (‘The Virtue of Consistency’) und Selbstver­trauen (‘Self-credence Compression’). Mir selber fehlen das Fassungsvermögen, um den Hallraum hinter ‘Quantum Presence’ abzuschätzen, und die Mitternachtsformel, um ‘Die Diskriminante des Bewusstseins’ zu berechnen. Beim Heranzoomen an Fedorenkos schwarz-rotes Frottagen-Artwork zeigen sich fraktale Verästelungen. Gleich die ersten schnarrenden Impulse lösen entsprechend die harten Ränder der Wahrnehmung auf in bebende Unschärfen und Raureifzungen. Klopfende Ritualbeats verwirbeln ihr Steter-Tropfen-Prinzip in konsistent repetitiven Schüben und als robot-bockiges Dancing in Your Mind. Doppel- und Stolperschläge und gabbernde Breakbeats bebolzen surrende und rasselig zischende Drones mit dem stompenden Übermut eines tausendfüßerischen Donnerwurms. Für bloße Selbstoptimierung ist das fast schon zu plural, zu eisenhaltig und rauschhaft in seinem knirschenden Tamtam und fiebernden Schlag- und Mahlwerk. Und dabei so militant wie die Kirche der Pilger (Ecclesia viatorum), die darauf pocht, streitend (Ecclesia militans) und hoffend triumphieren zu können.